Automuseum in Nideggen-Abenden

Umbau eines Fachwerkhauses zu einem privaten Oldtimermuseum


Automuseum Nideggen-Abenden, Innenansicht Galerie, WestseiteBauherrschaft: Melanie und Marcel Graßmann
Umbauter Raum: ca. 3.900 m2
Nutzfläche Museum: ca. 1.100 m2
Wohnfläche: ca. 1.010 m2
Heizung: Erdsolarkollektoren mit Wärmepumpe
Beleuchtung: LED-Leuchten
Baubeginn: März 2012

An den bestehenden, zentral in Abenden liegenden ehemaligen 4-Seitenhof wurde eine Ausstellungshalle angebaut. Dabei achtete ich darauf, dass die Dachlandschaft des Anbaus sich in den Proportionen an die vorhandene dörfliche Dachlandschaft anpasst.

Anstatt einem offenen Innenhof, wie in dem vorhandenen 4-Seitenhof, wurde der Innenhof durch eine Galerie im 1. Obergeschoss angedeutet. Die Galerie im Ausstellungsraum ist durch zwei Treppen, einen Aufzug und eine Rampe an der nordöstlichen Fassade erschlossen. Die Rampe dient gleichzeitig als zweiter Rettungsweg für das Obergeschoss. Fachwerk- und Ziegelfassade des ehemaligen Stallgebäudes und das Fachwerk des ehemaligen Wohnhauses wurden in den Ausstellungsraum mit einbezogen. Das Flachdach zwischen dem bestehenden ehemaligen Stallgebäude und den neu gebauten Dächern soll begrünt werden.

Das einsturzgefährdete ehemalige Wohnhaus mit stark zerstörten Stuckdecken sollte auf Wunsch der Bauherrschaft in die Gesamtanlage mit einbezogen werden. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist ein kleines Cafe entstanden. Die Ausfachungen des Fachwerkes wurden komplett leer geräumt und die Decken bis auf die Holzbalken abgebrochen. Da das Fachwerk überwiegend aus Eichenholz war, musste hier nur partiell ausgebessert werden. Die neue Ausfachung erfolgte mit Schaumbetonsteinen und wurde mit einem reinen Kalkputz verputzt. Die Fenster wurden in der gleichen Fensterteilung wie die ehemaligen Fenster als Isolierglasfenster ersetzt.