Schloß Lauben in Weinböhla

Sanierung und Umbau in 17 Eigentumswohnungen


Schloss Lauben - Ansicht des sanierten Gebäudes von der GartenseiteBauträger: Regent Sanierungs- und Bauträger GmbH
HOAI: LP 1-9
Ausführungszeit: 2002 – 2003
Wohnfläche: ca. 1.010 m2
Grundstücksgröße: ca. 14.800 m2
Heizung: Gas-Zentralheizung. Der Heizkessel wurde im Dachspitz des Haupthauses untergebracht.

In intensiver Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege Sachsen, wurde der vom völligen Einsturz bedrohte Gebäudekomplex kernsaniert. Das „Schloss Lauben“ war vermutlich im 17. und 18. Jahrhundert ein Weingut mit einem Haupthaus mit Wirtschaftsräumen und einer Remise.

Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage zum Spekulationsobjekt und schließlich von einem Amerikaner gekauft. Dieser ergänzte das Haupthaus mit einem 2-geschossigen Seitenflügel mit einer an die Renaissance angelehnten Fassadenstruktur. Außerdem legte er vor und hinter dem Haupthaus einen barockähnlichen Garten an, der ebenfalls unter Denkmalschutz steht. Seit diesem Zeitpunkt wird im Volksmund die Anlage als „Schloss Lauben“ bezeichnet. Die Planung der Sanierung der Außenanlagen wurde vom Landschaftsarchitekturbüro Dr. Eichstaedt-Lobers erstellt.

Zu DDR-Zeiten war die Anlage eine Außenstelle des Restaurants „Adams Gasthof“ im naheliegenden Moritzburg und wurde überwiegend von der Regierung als Schulungs- und Festhaus genutzt. Bereits zu dieser Zeit waren das linke Seitengebäude und die Remise stark baufällig. Als die Regent Sanierungs- und Bauträger GmbH die Anlage kaufte, waren große Teile der Dächer eingestürzt. Die Außenanlagen waren völlig verwildert. Bäume wuchsen aus den Fassaden. Teilweise waren die Tonnengewölbe bereits eingestürzt, und die 60 cm starken Außenwände drohten einzustürzen.

Nachdem der Müll, der Bauschutt und der marode Dachstuhl des linken Seitengebäudes und der Remise abgeräumt waren, wurde eine präzise Bauaufnahme durchgeführt und die Sanierung und der Umbau in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen geplant und ausgeführt.